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Velburg
Sengenthal
Wiesentheid
Mitterkreith
Seit dreißig Jahren wächst das Interesse an ökologischen Themen laufend. Ökologischer Hausbau wird auf immer mehr Aspekte ausgedehnt, so dass nicht nur Energiefragen und Regenwassernutzung nachgefragt wird, sondern vor allen Dingen Probleme der Gesundheit gelöst werden müssen. Wenn man Gesundheit ganzheitlich betrachtet, geht es nicht nur um die Gesundheit des Körpers sondern auch um Seele und Geist. Die fachlichen Anforderungen haben sich so laufend erhöht. Vor allem geht es nicht mehr nur um das Haus als solches sondern auch um das Wohnumfeld im eigenen Grundstück, der näheren und weiteren Umgebung. Denn Ökologie endet nicht an der Hauswand, sondern bezieht sich auf die gesamte Umgebung.
Für solche Siedlungen gibt es seit ca. 20 Jahren an verschiedenen Orten das Angebot an Interessenten, sich am gemeinsamen Projekt zu beteiligen. Die Beteiligung kann darin bestehen, ein Grundstück oder ein Haus zu kaufen oder sich durch Miete oder Einstieg in eine Wohngemeinschaft an dem Projekt mitzuwirken. Viele diese Projekte sind durch ein intensives Engagement einer Siedlergruppe oder einer Projektgruppe entstanden.
In Bamberg entstanden die ersten Bemühungen zum Bau einer
Ökosiedlung im Jahr 1979. Damals bildete sich eine Interessengemeinschaft,
die sich dann um ein geeignetes Grundstück und um die Entwicklung eines
Leitbild bemühte. Als Grundstückssuche und Planung abgeschlossen war,
wurden weitere Beteiligte am Projekt gesucht. Die Siedlung wurde 1987 gebaut
und dort können neue Interessenten nur ganz gelegentlich, wenn ein Haus
frei wird, einen Platz finden.

Bei Siedlungen, die sich im Bau befinden, tritt normalerweise der Fall ein, dass zusätzlich zu den Anfangsbeteiligten weitere Partner gesucht werden. Das gilt z. B. für die Landschaftssiedlung Velburg am Finkenherd.
Diese Siedlung wurde stark von der Bamberger Ökosiedlung inspiriert. Da
sich die Siedlung noch im Bau befindet, werden weitere Interessenten zur
Beteiligung gesucht. Die meisten bisherigen Siedler haben sich dort ein
Grundstück ausgesucht und ein Haus gebaut. Einige konnten eine Mietwohnung
oder ein Miethaus finden. Es besteht also in dieser Siedlung das
Angebot in das Projekt mit einzusteigen.
Velburg ist ein kleines Landstädtchen zwischen Nürnberg und
Regensburg. Das Grundstück liegt nicht weit von der Altstadt entfernt und
ist von zwei Seiten mit unverbaubarer Natur umgeben. Auf der Nordseite befindet
sich der Burgberg mit einer alten Burgruine. Im Osten steigt das Gelände
leicht an und geht dann bald in Wald über. Im Süden hat man einen
relativ weiten Blick in zwei Täler und und im Westen zeigt sich die
Silhouette der Altstadt. Velburg ist der Mittelpunkt einer bäuerlichen und
natürlichen Landschaft. Die Landschaftsschutzgebiete schließen nah
an die Siedlung an. Die Gegend ist auf Wochenend- und Urlaubsbesucher
eingerichtet. Der Autobahnanschluss befindet sich in 3 km Entfernung hinter
einigen Bergen. Den Bahnanschluss Nürnberg-Regensburg erreicht man in
knapp 10 Autominuten.
Die Planung wurde als Modellprojekt auf der Landesgartenschau in Neumarkt/Opf 1998 vorgestellt. Das große Interesse an der gezeigten Art von Wohnen bewog die Stadt Velburg, das Projekt zu verwirklichen. So wurde die ökologisch und nachbarschaftlich orientierte Planung zur Baureife weiterentwickelt, der erste Bauabschnitt erschlossen und mit den Bau der Häuser begonnen. Nun kommt es darauf an, dass sich genügend menschen finden, damit die Siedlung zügig vollendet wird, Denn einige Qualitäten werden erst nach Fertigstellung der Siedlung voll wirksam.
Das Angebot erfüllt folgende Ansprüche:
Wer sich von diesen Qualitäten angesprochen fühlt, erhält von
der Projektgruppe alle notwendigen Informationen. Es ist sinnvoll, die Siedlung
zu besuchen. Einen noch besseren Eindruck davon, wie das Ganze einmal wirken
wird, erhält der Interessent, wenn er eine andere Siedlung, die schon vor
15 Jahren fertiggestellt wurde, besichtigt. Dies ist zum B. gut möglich in
der Bamberger Landschaftssiedlung. Wer hier oder dort mit den Leuten spricht,
kann etwas hören, was ein Velburger Siedler beispielsweise in der
renommierten Zeitschrift "Wohnung + Gesundheit" unter dem Titel
"Öko-Traumhaus im Grünen" geschrieben hat. Den Bauherrn
überzeugte das Konzept so, dass er seinen Arbeitsplatz in München
aufgab und einen neuen in Nürnberg suchte, um in die Siedlung einziehen zu
können. Er schreibt da unter anderem: "Dank der langen Planungszeit
haben wir ein schönes Haus errichten können, das unseren
Vorstellungen voll und ganz entspricht. Auch das Konzept der Siedlung
entspricht unseren Vorstellungen. Die Siedlergemeinschaft funktioniert bestens.
Während wir in München unseren Freundeskreis hatten, die Nachbarn
aber nur vom Sehen her kannten, finden in der Siedlung neben Grillfesten und
Radtouren auch spontane Treffen statt. Hier ist ein soziales Netz entstanden,
wie man es sich anderswo vergeblich wünscht. Auch die Tatsache, von der
Haustüre weg gleich in der Natur zu sein, hat uns den Weggang von
München nicht schwer werden lassen".
Unter Kontakt ist die genaue Anschrift für Ihre Info-Stelle aufgeführt
Von uns wurden 18 Landschaftssiedlungen geplant. Von der Bamberger und der Velburger war bereits die Rede. Zwei weitere Siedlungen haben volle Rechtskraft, das heißt, man könnte dort sofort anfangen zu bauen, wenn sich genügend Interessenten einfinden. Es sind die Siedlungen in Sengenthal und Wiesentheid
.

Sengenthal ist ein Vorort von Neumarkt / Opf. Neumarkt ist eine kreisfreie Stadt mit bester Infrasruktur wie Gymasien, Klinik etc. Sie liegt mit 30 km Entfernung im Nahbereich und S-Bahnbereich von Nürnberg. Sengenthal selbst wirkt schon ausgesprochen ländlich. Es liegt am Fuße eine langgestreckten bewaldeten Hang. Im Talbereich befindet sich ein Badesee.
Die augenblickliche Bauzurückhaltung hat bisher die Gemeinde zögern lassen, das Projekt in Angriff zu nehmen. Sollten sich aber demnächst ernsthafte Interessenten melden und Grundstücke kaufen wollen, dann könnte der erste Bauabschnitt schnell erfolgen. Die Siedlung ist auch für Interessentengruppen geeignet, da noch relativ Planungsspielraum für deren besonderen Bedürfnisse gegeben ist, zu Beispiel verkehrsfreie Hausgruppen mit Gemeinschaftshaus etc. Auch für Handel und Gewerbe gibt es günstige Standorte, die mit Wohnen verbunden werden können.
Ansonsten entsprechen die Qualitätsstandards denen der übrigen Landschaftssiedlungen. Das heißt hohe Wohnqualität, an zwei Seiten unverbaute Landschaft, naturnah im Inneren der Siedlung mit Dorfplatz und Grünanger, nachbarschaftlich, flächensparsam und wirtschaftlich, ökologisch, harmonischer regionaler Baustil, individuelle Hausgestaltung etc.
Rückfragen bei Planungsbüro Theodor Henzler, Architekt BDA, Tel: 09493 1530

Wiesentheid liegt vor den Hängen des Steigerwaldes im Landkreis Kitzingen. Die Autobahn Würzburg-Nürnberg ist günstig zu erreichen. Ich schätze die Siedlungsplanung als eine meiner besten ein. Die Rechtskraft ist seit langem gegeben, aber das Interesse der sehr konventionell denkenden Bevölkerung war an einer ökologisch qualitativen Bauweise so gering, dass bisher der Baubeginn nicht zustande kam. Die Baurezession hat das noch erschwert. Da bisher auch der Staat keinerlei ideelle und planerische Unterstützung bietet, wird ein nachhaltiges Denken in der Bevölkerung nicht ernst genommen.
Deshalb muss man fast davon ausgehen, dass die Siedlung nur dann realisiert
wird, wenn entweder der Staat sich solchen Projekten positiv zuwendet oder sich
Freundesgruppen finden, die eine Kerngruppe für den Bau der Siedlung
bildet.
Man kann anlässlich dieser Erfahrung sagen, dass im Allgemeinen die Kommunalpolitiker den ökologischen Fragen gegenüber sehr aufgeschlossen sind und auch bereit sind, dafür ein Risiko einzugehen. Das war in Wiesentheid, in Sengenthal und in Velburg in ausgeprägter Weise der Fall. Diese Einstellung findet man leider bei den Landespolitikern sehr viel weniger und schon gar nicht mehr bei den Ministerien. Diese haben ganz andere Leitziele als Ökologie, Nachhaltigkeit, soziale Vernetzung etc. Am wenigsten zu bewegen ist die Bevölkerung in der Breite. Diese hängen an einem alten konventionellen Bild, obwohl das für sie in jeder Hinsicht nachteilig ist. Hier fehlt einfach die breite öffentliche Information und Bewusstseinsbildung. Deshalb kann man für solche Projekte nur mit einer relativ kleinen Schicht von Menschen mit hohem Bewusstsein rechnen. Das heißt auch, dass eine Stadtnähe erforderlich ist, da man hier leichter Menschen mit einem entsprechenden Lebenskonzept findet. Das ist sehr schade, denn auf dem Lande könnte man naturnäher und wirtschaftlicher zukunftsfähige Lebensprojekte verwirklichen.

Der Mitterkreither Hof existiert als kleine ökologische Nachbarschaft schon seit 20 Jahren. Hier gibt es noch zwei Bauplätze für weitere Bewohner.
Der Mitterkreither Hof ist das erste von 18 Planungen von ökologischen Wohnprojekten und Siedlungen. Die Idee geht auf einige Arbeitskreise in München in den 70er Jahren zurück. Diese waren ökologisch, sozial, gemeinschaftlich und auch psychologisch orientiert. Ein Teil der Mitglieder konzentrierte sich auf "Stadtwohnprojekte", meine Frau und ich und einige weitere Teilnehmer interessierten sich mehr für das Land. So kauften wir schließlich 1980 den Mitterkreither Hof in Beratzhausen. Zunächst konzentrierten wir uns auf Renovierung, Ökologisierung und auf den 1 ha Selbstversorgergarten.
Von Anfang an war das Projekt als kleines Nachbarschaftsprojekt geplant. Nach Renovierung, Ausbau und erweiterte Genehmigungsplanung können zwei weitere Häuser als Ersatzbauten für vorhandene Nebengebäude errichtet werden. Es wohnen 9 Personen in drei Haushalten im Anwesen; dazu gibt es ein Architekturbüro und zwei Beratungspraxen. Eine der Praxen wird auch für Seminarbetrieb genutzt. Es gibt noch zwei Scheunen, die nicht für Wohnzwecke genutzt werden können, von denen aber eine für Veranstaltungs- oder Handelszwecke ausgebaut werden kann.
Die Freiflächen zeigen eine üppige Grünsubstanz, was gegenüber einem Neubaugebiet ein großer Vorteil ist, weil Bäume erst nach ca. zwanzig Jahren eine stattliche Größe erreiche. Da es auch ca 200 Obstbäume gibt reicht das Obst inzwischen auch für mehr Personen als hier wohnen. Ähnliches gilt für die Gemüseflächen. Die Freiflächen sind landschaftsgerecht in die umgebende Landschaft eingebunden, das heißt an keiner der Grundstücksgrenzen befindet sich direkt ein Zaun, so dass das Anwesen harmonisch mit der Landschaft verschmilzt, dies also voll als erweiterter Lebensraum empfunden wird. Die Freiflächen sind vielfältig gestaltet: Begrüßungsgarten, zentralen kommunikativer Hof, einige Innengärten, Sitzflächen unter Großbäumen, Feuerplatz, Layrinth, Gewächshäuser, Meditationsplatz und eine große wildwachsende Baumhecke im Norden. Der Hof hat einen Architekturpreis für landschaftsgebundenes Bauen erhalten.
An drei Seiten schließt das Grundstück an die freie Landschaft an, welche unverbaubar ist, da diese ein Landschaftsschutzgebiet darstellt. Im Westen gibt es noch ein Nachbaranwesen, aber auch dann kommt wieder freie Landschaft.
Die außerordentlich schöne Landschaft des Oberpfälzer Jura ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Besonders das Tal der schwarzen Laaber mit seinen markanten Felsen und seinen Nebentälern begründet die Fremdenverkehrssituation des Ortes. Die Täler sind meist auto- und bahnfrei und deshalb sehr beruhigend. Unser Weiler ist ca 2 km vom zentralen Ort entfernt. Als Mittelpunkt einer ca 6000 EW-Gemeinde sind alle üblichen Infrastrukturen vorhanden. Der historische Ortskern ist wertvoll. Kulturell wird viel geboten, besonders musikalisch und künstlerisch. Hier gibt es eine Kunstakademie und eine internationale Sommerkunstakademie. Verkehrsmäßig ist der Ort bestens angeschlossen, da er eine Eilbahnstation (Eine Station vor Regensburg) und einen Autobahnanschluss in ca 7 km Entfernung besitzt.
Die beiden Bauplätze sind so konzipiert, dass sie sie über einen einsichtsgeschützten Innengarten als Wohnzimmer im Freien mit einem Nebengebäude verfügen. Ich gehe auch bei allen Siedlungsplanungen davon aus, dass Wohnungen solche Wohngärten besitzen weil die Nachbarschaftsfähigkeit davon abhängt, dass sich der einzelne auch jederzeit vollkommen von sozialen Kontakten zurückziehen und im geschützten Wohngarten aufhalten kann. Die Einteilung und Nutzung der Hausräume ist frei, in der Größe und der äußeren Gestaltung gibt es aber Bindungen an die ursprüngliche Erscheinung und die Harmonie der landschaftsgebundenen Bauweise.
Die Wohnsituation ist sowohl für Familien mit Kindern als auch für
ältere Personen geeignet. Auch Berufsräume können eingerichtet
werden. Für Heilberufe wäre der Hof insofern geeignet, da das ganze
Umfeld mit Heilkräutern und biologischem Garten und mit
Heilaktivitäten auf dem Hof dazu gute Voraussetzung erfüllen. Zudem
wird für die Gemeinde gerade eine Gesundheitsregion entwickelt, für
die zusätzliche Heilaktivitäten erwünscht sind.
Diese Webseite und die Zweite unter dem Namen: www.ganzheitliche-architektur.de deutet das Themenspektrum des Planungsbüros und des Instituts Ganzheitliche Architektur an. In diesem Bereich entstehen Pläne, Fachartikel, Vorträge, Beratungen, Seminare und Exkursionen. Im Folgenden werden diese Möglichkeiten näher erläutert:

Die Anzahl der Projekte des eigenen Büros für den Bereich Ortsplanung wie Dorferneuerungen, Dorfentwicklungen, Bebauungsplänen, Siedlungswettbewerben, Broschüren, Gutachten, Artikel etc vor 1980 habe ich nie gezählt, gingen aber weit über hundert. Darunter waren Forschungsaufträge für die Stadt München und die Bundesregierung und zwei Wettbewerbspreise. Seit 1980 existiert eine gewisse Dokumentation.
Seit dem wurden etwa 18 beauftragte Ökosiedlungen ausgeführt, die dann auch in einem von mir im Auftrag der Stadt München entwickelten Darstellungsstil präsentiert wurden. Es handelt sich dabei um eine Art der Luftbildzeichnung, mit der Bebauungspläne bürgerverständlich dargestellt werden sollten. Der damalige Oberbürgermeister von München Dr. Vogel ärgerte sich darüber, dass alle städtebaulichen Pläne in einer Art dargestellt wurden, die ein Laie auch ein Politiker kaum verstehen kann und nur von Fachleuten zu entziffern waren, woran sich bis heute nicht viel geändert hat. Denn die Fachleute hatten das Interesse daran, dass ihnen nicht von Laien in das Handwerk gepfuscht wurde.
Ich ging vom Katasterplan aus und trug für die Höhen ein Drittel oder ein halb auf, so dass eine Art Luftbildzeichnung entstand, aus der man alle Längen, Breiten und Höhen heraus messen konnte. Dabei war sehr viel Freihandzeichnung enthalten, wobei wichtige Gebäude und Bäume graphisch intensiver behandelt wurden als unwichtigere Teile. So wurde gefühlsmäßig der Blick gleich auf das Wichtigste gelenkt. Das ganze farbig behandelt war dann für jeden Laien gut verständlich.
Bürgerfreundlichkeit nicht nur in der Darstellung sondern vor allem auch als Beteiligung im Planungsprozess war dementsprechend seit ca. 1970 ein wesentlicher Bestandteil jeder Planung. Dementsprechend gab es auch Aufträge von Bürgerinitiativen im Städtebau.
1979 schloss ich des "Stadtökologische Manifest" ab, das ich
federführend für die "Gruppe Ökologie" unter Konrad
Lorenz ausarbeitete. Eine Veröffentlichung auf einem großen
Farbposter zögerte sich dann noch bis 1983 hinaus. Von da an gab es
für mich eine klare Leitlinie für ökologische Siedlungen. Diese
entsprach ziemlich genau dem, was heute aus der Agenda 21 herausgelesen werden
kann. Dieses manifest ging allerdings noch etwas weiter als das, was heute die
meisten Fachleute aus der Agenda 21 heraus interpretieren. Es waren
nämlich die soziologischen, psychischen, gesundheitlichen, seelischen und
geistigen Aspekte gleichwertig aufgenommen, woran es heute in der
ökologischen Diskussion immer noch fehlt. Ökologie war in der
Anfangszeit ab 1972 für die Fachleute die Lehre vom "Ganzen
Haushalt" (wörtliche Übersetzung von Ökologie), bei der
Seele und Geist nicht ausgeblendet wurde. Heute meint man weitgehend,
Nachhaltigkeit ohne diese Werte planen zu können.
Da es 1980 noch kein öffentliches Verständnis für Ökologie gab, beschloss ich ein kleines ökologisches Nachbarschaftsprojekt durch den kauf und die Weiterentwicklung der "Mitterkeither Hofes" durchzuführen. Gleichzeitig liefen Bemühungen in Bamberg um eine Ökosiedlung. Wie schwer damals eine solche Idee politisch durch zusetzten war, geht aus drei Fernsehfilmen, die im Laufe der Jahre vom Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wurden, hervor. Durch extrem günstige Zufälle und das Engagement meines Bruders Baudirektor Gerhard Henzler konnte das Projekt realisiert werden. Wir bekamen für dieses Projekt 1984 sogar einen Bundespreis, was die Chance der Realisierung deutlich verbesserte. Die ersten Häuser wurden 1986 bezogen. Bald darauf konnte die ganze Siedlung fertig gestellt werden. Heute ist diese Siedlung ein Modellprojekt, das für viele Weitere Projekte als Vorbild dient. Das öffentliche und private Interesse ist groß. An die hundert Besuchergruppen wurden durch die Siedlung geführt. Interessierte können diese Möglichkeit auch heute noch wahrnehmen. Es wurden in den unterschiedlichsten Medien über 200 Seiten veröffentlicht und die Siedlung war Gegenstand verschiedenster Studien- und Forschungsarbeiten. Die Siedlung funktioniert gut und jeder, der die Atmosphäre einer öko-sozialen Lebensraumgestaltung wahrnehmen möchte, kann sich dort vergewissern.
Bei den anschließenden Siedlungsplanungen, z. B. für Lichtenfels, stellte sich heraus, dass das Wort "Öko" bei der Landbevölkerung durch tendenziöse Berichterstattung zum Schimpfwort geworden war. Man konnte das Wort Ökosiedlung nicht mehr verwenden. Wir prägten deshalb inzwischen den Begriff "Landschaftssiedlung", mit dem wir dann keine Probleme mehr hatten. Inzwischen ist das allgemeine Bewusstsein so weit entwickelt, dass man auch wieder von "Ökosiedlung" sprechen kann. Wenn wir dennoch bei dem Begriff "Landschaftssiedlung" bleiben, wollen wir damit sagen, dass es sich um eine ganzheitliche Ökosiedlung nach dem Stadtökologischen Manifest oder der Agenda 21 und in Weiterentwicklung der Bamberger Ökosiedlung handelt. Dass inzwischen auch andere Planer diesen Begriff verwenden, ohne den gleichen Geist zu übernehmen, halten wir für einen moralischen Verstoß gegen das Urheberrecht. Leider war das Patentamt nicht bereit, diesen Begriff für uns zu schützen.
Da es zu langwierig wäre, all die 18 Landschaftsiedlungsplanungen zu
beschreiben, werden hier nur ein paar Beispiele heraus gegriffen und einige
wichtige gemeinsame Kriterien beschrieben:
Die erste These des Stadtökologischen Manifests befasste sich ebenso wie die erste Leitthese der Agenda 21 mit dem Gemeinwesen. Hier geht es um soziale Vernetzung, Nachbarschaft, Beteiligung der Betroffenen, Kommunikatives Wohnen Alt und Jung, Familienfreundlichkeit, Fußgängerzone im Innenbereich, Verantwortungsbereiche für den Siedlerverein, privatrechtliche Satzung, Gemeinschaftsflächen, gemeinsamer Identifikationsmittelpunkt, demokratische Gestalttypologie etc.
Ein wichtiger Aspekt ist der einsichtsgeschützte Garten als Wohnzimmer
im Freien mit ausreichenden Nebengebäuden als Kernstück hochwertigen
individuellen Wohnens. Psychologisch gehen wir davon aus, dass nur derjenige
nachbarschaftsfähig und sozial offen ist, der sich jederzeit in einen
Haus-Gartenbereich von den Mitmenschen zurückziehen kann. Zur
individuellen Qualität gehört auch die individuelle
Gestaltungsfreiheit für den eigenen Bereich und freie Architektenwahl.
Für das Äußere Erscheinungsbild des Hauses gibt es Regeln, die
von den Bewohnern gemeinschaftlich gewollt werden, Weil gestaltbewusste
Bürger nicht nur ihr eigenes Haus gut gestalten wollen, sondern auch Ihr
Wohnumfeld als ihren eigenen Lebensraum ansehen, an dem sie sich erfreuen
wollen. Auf dieser Grundlage steht dann das Prinzip der individuellen
Gestaltungsfreiheit nicht mehr im Widerspruch zum gemeinschaftlichen
Gestaltungswillen.
Das Thema Ökologie, Baubiologie und Naturnähe ist seit ca, 1972 ein wesentlicher Bestandteil aller unserer Planungen. In der Zwischenzeit hat sich ein allgemeiner Konsens entwickelt, der hier nicht detailliert beschrieben werden muss. Energiesparhaus, Passivhaus, passive und aktive Sonnenenergie, Nahwärmeversorgung, Wärmekraftkopplung, nachwachsende Energiestoffe, Windenergie, Regenwasserversickerung und -nutzung, gesunde, Regenrückhaltung,natürliche, recyclingfähige Baustoffe, gesunde natürliche Klimatisierung etc sowie viel Grün in der Siedlung und im Anschluss an die freie Landschaft gehört schon zum Standard ökologischen Bauens. Weniger selbstverständlich ist das Prinzip der solartechnischen Stadtplanung, wie sie vom Institut für Solare Stadtplanung Stuttgart, Dr.-Ing. Peter Goretzki ausgearbeitet wurde. Hier wird nur der städtebauliche Entwurf nach der Solarqualität beurteilt und zwar exakt auf das ganze Jahr nach statistischen Wetterdaten. Bisher wurde nur eine Siedlung zertifiziert, nämlich Velburg, einfach deshalb,weil das nicht ganz billig ist. In diesem Fall hat die Kosten das Bayerische Wirtschaftsministerium übernommen. Das Ergebnis war: "Sehr gut zertifizierte Solarsiedlung". Bei der Planung war noch nicht bekannt, dass eine Zertifizierung durchgeführt würde. Für einen Planer, der sich jahrzehntelang mit Ökologie befasst hat, sollten die Prinzipien solarer Stadtplanung bekannt sein.
Auch im Bereich Naturnähe gibt es noch viel zu verbessern. Die von mir
verfolgten Prinzipien sind noch wenig bekannt. Dazu gehört z. B. das
7-Zonen-Prinzip. Es trennt die Freiflächenzonen, um ökologische
Randzonen und Übergänge bewusst zu machen. Und zu ihm gehört die
Bemühung, in einer Siedlung Grünzonen vom Biotop, das von Menschen
kaum betreten werden kann, bis zum meditativen Garten harmonisch zu
kombinieren. Hierin liegt auch die Bemühung, den Menschen vom
Kleinkindalter an die Liebe zur Natur nahe zu bringen. Auch die Baubiologie ist
noch ein offenes Feld, wenn psychosomatisch die Planung aufgebaut ist.
Gesundheit und Krankheit hat ja immer auch mit der Psyche zu tun. Da auch
Architektur und Stadtplanung zu 50% Psychologie ist, muss der Gesundheitsaspekt
des Bauens auch in dieser Weise in die Planung einfließen.
In diesem Bereich sind sich die ökologischen Planer noch am wenigsten einig. Ich verfolge hier eine Linie, bei der man nicht einfach die herrschende Architektur ökotechnisch umrüsten kann. Sondern ich meine, dass sich all die gefundenen Kriterien auch in der Gestaltung zeigen müssen. Ökologische Architektur muss also anders aussehen, als die Architektur der letzten 30 Jahre. Man muss ihr das Ökologische, das Naturnahe, das Individuelle, das Wirtschaftliche, das Einfache, das Soziale, das Kommunikative, das Beseelte, das Regionale und Zukunftsfähige schon an der Gestalt ansehen. Das Bemühen um Schönheit und Harmonie ist heute wenig ausgeprägt. Über urgesetzliche und archetypische Gestaltung zu diskutieren, scheint absolut unzeitgemäß zu sein. Und auch in der Frage des regionalen Baustiles sind sich die Ökologen noch nicht einig. Ich verfolge in diesem Bereich eine harmonische Verbindung von regionaler Baukultur und klassischer Moderne. Das eröffnet einen großen kreativen Gestaltungsfreiraum, auch wenn für jede Siedlung gewisse gemeinschaftliche Rahmenstrukturen vereinbart werden.
Wenn man die These akzeptiert, dass Ökologie Langzeitökonomie, dann ist der ökologische Ansatz ohnehin ein wirtschaftlicher. Aber auch kurzzeitig stecken in einem ganzheitlichen Ansatz wirtschaftliche Vorteile. In den Landschaftssiedlungen sind ja die Häuser mehr innenorientiert als im konventionellen Bauen, bei dem die Häuser total außenorientiert sind. Die Häuser müssen nach diesem Bild frei stehen, damit man um sie herum gehen kann. Das hat zwei große Nachteile. Einerseits kann man nach dieser Struktur keinen einsichtsgeschützten Innengarten anordnen, andererseits ist das außenorientierte Haus sehr flächenaufwendig. Mit dem Innengartenhaus der Landschaftssiedlung benötigt man nur etwa die Hälfte Baugrundgröße, erreicht aber eine wesentlich höhere individuelle Wohnqualität. Diese flächensparsame Bauweise ist natürlich auch entsprechend wirtschaftlicher. Es gibt noch eine Reihe von Aspekten, welche die größere Wirtschaftlichkeit der vier neuen Haustypen der Landschaftssiedlung begründen. Ein Aspekt wurde in der neuesten Siedlung in Velburg sichtbar. Noch kein Bauherr hat einen Keller gebaut obwohl das möglich gewesen wäre, weil die mit den neuen Haustypen angebotenen Nebengebäude den Platzgewinn, den man durch den Keller hätte, funktional günstiger und billiger erfüllen. Die anderen Wirtschaftsvorteile durch kompaktere Bauweise, durch gemeinsame Planung und Bauvergabe etc wurden an anderer Stelle beschrieben. Nicht zu unterschätzen ist auch der Wirtschaftlichkeitsvorteil der mehr innenorientierten Häuser, bei denen der psychische Zwang, den Nachbarn durch Repräsentation übertrumpfen zu müssen, wegfällt und eher gezeigte Schlichtheit zum guten Ton gehört.
Zu all diesen Themen stehen vertiefende Veröffentlichungen, Aufsätze und Vorträge zur Verfügung. Es gibt natürlich auch zahllose Beispiele, die sich sensibel an die jeweilige Situation anpassen, wegen des Umfanges hier aber nicht gezeigt werden können.

Die Kriterien für die Landschaftssiedlungen sind im Grunde genommen vom Einzelhaus her entwickelt worden. Die meisten der 13 ersten Preise in Architekturwettbewerben unseres Büros bezogen sich deshalb auch auf Hochbauprojekte. Hier kann in kleinerem Maßstab bezogen auf die Persönlichkeit des Auftraggebers das entwickelt werden, was dann in einer Siedlung in einer größeren harmonischen Szenerie integriert wird.
Die Kriterien sind deshalb im Hochbau nicht viel anders als in
ortsplanerischen Strukturen. Natürlich prägt im Hochbau stärker
die individuelle Persönlichkeit des Auftraggebers oder die besondere
Funktion die Planung. So gab es bei den 16 durchgeführten Kirchenbauten,
den Kindergärten, Gemeindehäusern und Wohnhäusern jeweils eine
eigene Aufgabenstellung. Ob nun sakral oder weltlich, ob für
Gemeinschaften oder für Einzelpersonen, die Qualitätskriterien, die
psychologischen sowie gesundheitlichen Grundlagen und geistigen Prinzipien der
Gestaltung sind sehr ähnlich.
Worin sich meine Architektur und meine Siedlungen am meisten vom konventionellen Bauen unterscheidet, ist der Versuch, ein Gleichgewicht zwischen innenorientiert und außenorientiert, zwischen beseelt und technisch, zwischen ökologisch und ökonomisch, zwischen weiblich und männlich, zwischen emotional und rational, zwischen beruhigend und aktiv, zukunftsfähig und geschichtsbewusst, zwischen spontan und archetypisch, zwischen psychologisch und funktional, zwischen angepasst und unverwechselbar, zwischen individuell und gemeinschaftlich, zwischen natürlich und künstlich etc. herzustellen. Bei jeden einzelnen Projekt kann dadurch eine besondere Lösung und Eigenständigkeit herauskommen. In der Polarität liegt die Fruchtbarkeit, nicht in einer einseitig ideologischen Betonung.
Ich kann jetzt nicht 100 Bauten zeigen, um an ihnen die verschiedenen Eigenschaften zu erläutern. Einige Beispiele dürften genügen, da trotz ähnlicher grundeinstellung ohnehin eine neue Aufgabenstellung zu neuen Ergebnissen führt.

Über meine Arbeiten wurden ca 500 Seiten veröffentlicht. Ich habe Fachartikel in Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Illustrierten, Spezialzeitungen z. B. für die Landwirtschaft oder für die Bayerische Staatszeitung, in Baufachzeitschriften, Ökomagazinen, Gesundheitsfachzeitschriften, Naturschutzzeitschriften, kirchlichen Zeitschriften, alternativen Zeitschriften, Fachbüchern, Firmenzeitschriften etc. geschrieben. Verschiedene Artikel sind auch im Ausland teilweise übersetzt in Österreich, Schweiz, Australien oder Finland erschienen. Ich schreibe gerne, um die Gedanken zu verbreiten und Kommunikation anzuregen. Für jedes Medium stelle ich mich auf das besondere Leserpublikum ein, schreibe ausführlich oder kurz, pragmatisch oder mehr wissenschaftlich. Ich bemühe mich auch die Überlegungen und Beispiele buchmäßig herauszubringen. Bisher fehlt mich noch der geeignete Verlag. Deshalb wäre ich auch für passende Verbindungen oder entsprechende Tips dankbar.
Ähnliches gilt auch für mehr als 500 Fachvorträge in Vereinen, Akademien, bei praktisch allen Parteien, in Banken, bei Industrieverbänden, in Kirchengemeinden, Sozialverbänden, in Landratsämtern, Rathäusern und auch vor Bauinteressengruppen und Bürgerinitiativen.
Bei meinem Beitrag geht es im ersten Teil um die Bauleitplanung. Wie stehen die Gebäude zur Sonne? Gibt es Beschattung durch andere Gebäude? Werfen Bäume der Nachbarn oder Bäume vom öffentlichen Grund Schatten auf die Gebäude, so dass die aktive und passive Sonnenenergienutzung behindert wird?
Bei einer Solarbewertung wird mit einem kompliziertes Computerprogramm exakt für das ganze Jahr mit dem verschiedenen Sonnenstand und der Sonnenscheindauer errechnet, wie viel Sonne auf die einzelnen Gebäude fällt. Eine hohe städtebauliche Solarqualität hat auch einen hohen Wohnwert, da die Wohnräume und der Garten vor dem Haus optimal besonnt sind.
Die heute üblichen Bebauungspläne entsprechen nicht solchen
Qualitäten. Die Häuser sind nicht nach der Sonne ausgerichtet. Der
meiste Schatten entsteht durch unbedachte Grünplanng und ein
undifferenziertes Nachbarrecht. Noch gibt es Bebauungspläne, in denen
verlangt wird, dass zwei Großbäume im relativ kleinen
Grundstück gepflanzt werden müssen. Würde das befolgt,
stünde das Haus 20 Jahre später in einem solarnegativen Wald. Die
Nachbarschaftsregelung erlaubt zudem Großbäume nahe der Grenze. Das
öffentliche Grün wird zumeist auch solartechnisch falsch geplant.
Nachbarstreit und Ärger sind damit vorprogrammiert. Man kann das sehr gut
an Beispielen wie Waldertzenberg erkennen, wo einzelne Häuser das ganze
Jahr über kaum Sonne erhalten. Wenn ich gefragt werde, was da zu machen
sei, kann ich nur raten, das Haus zu verkaufen und sich neu in einer
Solarsiedlung einzurichten. Was dort zu beobachten ist, wird in den
üblichen neueren Siedlungen irgendwann, wenn die Bäume groß
genug sind, als Problem auftauchen.
Ich habe 18 Ökosolarsiedlungen geplant. Eine dieser Siedlungen in Velburg wurde vom Institut für solare Stadtplanung Dr. Goretzki zertifiziert. Bei der Planung wusste ich noch nicht, dass später eine solche Untersuchung durchgeführt würde. Aber ich versuche ohnehin bei allen Planungen optimale Solarkriterien zu verwirklichen. Das bestätigte dann auch die Untersuchung. Ihr wurde das Qualitätsmerkmal "Sehr gut zertifizierte Solarsiedlung" zuerkannt. Weiter wurde festgestellt, dass gegenüber neueren konventionellen Siedlungen etwa eine Halbierung des Heizenergiebedarfs erreicht wird und damit als "Energiegerechte Stadtplanung" bezeichnet werden kann. Die Anforderungen der DIN 5034 werden im Mittel um mehr als 500% übererfüllt. In Bezug auf Besonnung und Wohnqualität wird festgestellt, dass höchste Ansprüche befriedigt werden.
Ich möchte an dieser Stelle auf das so genannte "Solarquarter" in Regensburg zu sprechen kommen. Dort hätte vermutlich über ein Drittel der Wohnungen nicht einmal die DIN-Anforderung erfüllt. Ich möchte vermuten dass so wie hier bei den meisten Planungen Solarqualität nur als Werbeformel vorgegeben wird. Die Planer behaupten einfach eine hohe Solarqualität zu erreichen, was sie nur können, solange dies nicht durch ein solarstädtebauliches Gutachten widerlegt wird.
In einen zweiten Schritt muss man die Solarqualität einer Siedlung auf die Energieversorgung beziehen. Wenn nämlich die gesamte Energie aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird, dann ist das auch nichts anderes als Nutzung von Sonnenenergie. Hier stoßen wir wieder auf einen städtebaulichen Aspekt, denn eine Einfamilienhaussiedlung, wie sie heute üblich ist, kann nicht wirtschaftlich mit nachwachsenden Energiestoffen versorgt werden. Und deshalb gibt es bei den konventionellen Einfamilienhaussiedlungen noch kein entsprechendes Beispiel.
Deshalb ist auch hier Velburg ein Modellfall. Durch das städtebauliche
Konzept wurde dafür gesorgt, dass die Energie über eine
Nahwärmeversorgung mit Hackschnitzeln erzeugt werden kann. Darüber
hinaus wird sogar über eine eigene Stromversorgung der Strom durch
nachwachsende Rohstoffe erzeugt.
Wir haben in Deutschland theoretisch einen hohen solartechnischen Standard. Das Wissen und die Möglichkeiten sind vollkommen vorhanden. Außerdem sind normalerweise die Kreisbehörden sehr aufgeschlossen und das Gleiche gilt für die Politiker auf Kommunal- und Landesebene und für die Medien. Da fragt es sich doch, warum bei den konventionellen Bebauungsplänen da noch so wenig zu sehen ist!
Nun – da gibt es in unserem Land eine ganz große Barriere, die als solche gar nicht auffällt. An diese Barriere stößt nur derjenige, der sich planerisch mit echten Solarsiedlungen befasst. Es handelt sich hier um die Ministerialbürokratien. Die Minister selbst wären ja noch recht aufgeschlossen. Aber solche Themen wie Solarsiedlungen werden nicht von den Ministern bearbeitet sondern von der Bürokratie. Und diese hat ihre eigenen Ziele. Die Öl- und Atomwirtschaft und die Verbände wollen von Modellen wie Solarsiedlungen nichts wissen. Jedenfalls bin ich mit der Siedlung in Velburg von vier Ministerialverwaltungen total abgeschmettert worden. Und anderen, die sich mit solchen Gedanken beschäftigen, geht das natürlich nicht viel anders. Die Ministerien sind sehr wichtig, für die Bauleitplanung. Denn sie geben die Richtlinien heraus und entscheiden über Fördermöglichkeiten.
Hemau bezeichnet sich als "Solarstadt", weil sie die
weltgrößte Fotovoltaikanlage besitzt. Es wäre konsequent, wenn
eine solche Stadt auch daran denken würde, eine Solarsiedlung zu
planen.
Als Fachbüro führe ich auch Beratungen durch oder erstelle Gutachten.
Für Seminare halte ich nicht nur Vorträge sondern wir haben hier einen eigenen Seminarraum. In dem wir Seminare durchführen. In den Jahren 1995 bis 1998 hatten wir eine aktive Folge von Architekturseminaren. Im Augenblick ist es etwas stiller, da aus für uns nicht ganz ersichtlichen Gründen, das Interesse an Architekturseminaren nachgelassen hat. So haben wir den Schwerpunkt der Verbreitung der Gedanken auf andere Medien und Foren verlagert. Wenn sich erneut ein Seminarinteresse zeigen würde, könnten solche Aktivitäten wieder aufgegriffen werden.

Wir organisieren gerade eine Exkursion zu Öko-Siedlungen. Bei den zu besichtigenden Siedlungen wird auch eine Ökosiedlung von mir dabei sein, nämlich Bamberg. Dann kämen noch in Frage Siedlung in den Itzauen von Gisela Raab, Königsberg-Altershausen bei Haßfurth und Dorfgemeinschaft Hohenroth. Als Termin ist der 13. bis 15 Mai 2004 ins Auge gefasst, beginnend am Do. 16 Uhr und endend am Samstag um 15 Uhr.
Für alle Angebote gilt folgende Anlaufadresse

Theodor Henzler, Dipl. Ing. Architekt BDA, Mitterkreith 2, 93176
Beratzhausen Tel: 09493 1530 Fax: 09493 959
007
Email: Theodor.Henzler@landschaftssiedlung.com