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Ich verfüge
über zwei Webseiten: Diese Seite zeigt die Produkte, die von meinem Büro angeboten werden oder
ausgeführt wurden. Die zweite Seite, Ganzheitliche-Architektur.de beschäftigt sich mit den geistigen, psychologischen sowie ökonomischen, politischen
und fachlichen Aspekten ganzheitlicher Architektur.
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Ökosiedlung, Agenda 21 Siedlung, Wohngesundes Bauen, Nachbarschaftswohnen, Ökodörfer, Wohnprojekte-Alt-und-Jung, autofrei-wohnen, familienfreundlich bauen, Innengartenhaus, ganzheitlicher Lebensraum, Architekturpsychologie, Bauen mit der Natur, Architektur für die Seele, meditative Architektur, landschaftsgebunden Bauen, regionaler Baustil, nachhaltig Bauen, Wohnen und Arbeiten, Wohngruppen, Wohngemeinschaften. All diese Kriterien finden sich in Landschaftssiedlungen. |
In den letzten Jahrzehnten sind vielerlei Siedlungskonzepte mit verschiedensten Ansätzen entwickelt und teilweise auch realisert worden, die mit Recht oder zu Unrecht als Ökosiedlungen bezeichnet wurden. Eine Landschaftssiedlung ist eine ganzheitliche Ökosiedlung, hat daher einige Eigenschaften, welche viele Siedlungen, die sich Ökosiedlung nennen, nicht besitzen. Der Prototyp der Landschaftssiedlung ist die seit über zwanzig Jahren bestehende Ökosiedlung Cherbonhof in Bamberg, Leitgedanken sind dort neben dem ökotechnischen der öko-soziale Aspekt und der Einklang mit regionaler Bautradition. Wenn sie darüber mehr erfahren wollen, sind sie auf dieser Seite richtig!
Einstiesgedanken zum Thema Ökosiedlungen
Vielleicht wundern Sie sich zunächst einmal über den Namen Landschaftssiedlung. Die Webseite „Landschaftssiedlung“ könnte nach heutigem allgemeinen Verständnis auch „Ökosiedlung“ heißen. Der Name Landschaftssiedlung hat eine Geschichte, er soll aber auch eine bestimmte Zukunft haben. Die Zukunft soll in einem ganzheitlichen Ansatz liegen, der weiter unten noch beschrieben wird. Die Ganzheitlichkeit wird durch meinen Weg vom Stadtökologischen Manifest von 1979, über die Ökosiedlung von 1983 in Bamberg, über meine ökologischen Modellbaubrojekte und meine psycholsozialen Studien bestimmt.
Als die Seite „Landschaftssiedlung“ eingerichtet wurde, war der Begriff „Öko“ für viele potentielle Partner ein Problembegriff. Das haben die Leute heute längst vergessen. Damals wurde eine Ökosiedlungsplanung in der Stadt Lichtenfels, die vom Stadtrat einstimmig beschlossen wurde, wieder abgelehnt, nachdem eine starke Bürgerinitiative sich gegen die Siedlung wehrte. Die Bürger wurden damals von den rechten Medien aufgehetzt, so dass sie von dem Wesen der Ökologie ein völlig falsches Bild bekamen. Wer damals breitere Schichten für die Ökologie gewinnen wollte, musste mit dem Begriff Ökologie sehr zurückhaltend umgehen. So schnell ändern sich die Zeiten. Heute gibt es niemand mehr, der grundsätzlich etwas gegen die Ökologie hätte.
Damals – Anfang der 90er Jahre – musste also ein anderer Begriff gefunden werden, der das ökologische Gedankengut enthielt. Der Begriff „Landschaftssiedlung“ zeigte etwas von Naturnähe, gegen die damals niemand etwas hatte. Damit konnte dann 10 bis 15 Jahre gearbeitet werden. Mit dem neuen Begriff habe ich dann tatsächlich fast 20 Siedlungsplanungen in Auftrag bekommen, von denen allerdings nur wenig realisiert wurde. Das zeigt auch die Schwierigkeiten, die heute noch ökologischen Siedlungen entgegen stehen. Eigentlich ist ja der Begriff Ökologie schon in den 70er Jahren bekannt geworden. Ich arbeitete damals in der Gruppe Ökologie unter Konrad Lorenz das Stadtökologische Manifest aus, das 1979 veröffentlicht wurde.
Die erste ökologische Siedlung im Sinne das Stadtökologisschen Manifests entstand in Bamberg. Damals gab es im ganzen Land eine erstaunliche Aufgeschlossenheit für solche Ideen. Die Offenheit für eine ganzheitliche Ökologie nahm seitdem immer mehr ab, wobei mehr und mehr der Begriff einseitig für die technische Ökologie verwendet wurde. Ich wüsste nicht, dass seit 20 Jahren eine Siedlung entstanden wäre, die auch nur annähernd meinen Vorstellungen von Ganzheitlichkeit ensprochen hätte. Wenn Sie im Internet unter Ökosiedlung nachsehen, finden Sie zuerst die Seite „180 Ökolsiedlungen in Deutschland“. Das erweckt den Eindruck, als gäbe es tatsächlich viele Ökosiedlungen. Unter diesen 180 Projekten sind aber sehr viele, die nur geplant, aber niemals realisiert wurden. Und dann nennen sich viele Siedlungen ökologisch aus Werbezwecken, die nur einen einzigen Aspekt der Ökologie realisiert haben. Manchmal sind es nur ein paar Baumpflanzungen oder rote Ziegel auf dem Dach, meist geht es aber um reine Ökotechnologie. Das kann Fotovoltaik, Wärmepumpe, Wäremekraftkopplung, Passivhaus, Wärmeisolierung etc sein.
Das hat aber mit dem ursprünglich ganzheitlichen Begriff von Ökologie, bei dem es um alle Aspekte des Lebenshaushaltes geht, nichts mehr zu tun. Denn hier müsste natürlich die Frage von Gemeinschaftlichkeit, Gesundheit, Selbstversorgung, Psychologie, Philosophie, Wirtschaft, Soziologie, Wohnen Jung und Alt, Funktionsmischung, Fußgängerfreundlichkeit, Naturschutz, Emotionalität, Schönheit etc. eine große Rolle spielen. Aus diesem Grund kann der Begriff Landschaftssiedlung eine neue Bedeutung erhalten, nämlich die einer ganzheitlichen Ökosiedlung. Zur Zeit gibt es Anzeichen, dass Menschen mit der rein materiellen Ökologie nicht mehr zufrieden sind und dass die Erwartungen an das Leben in der Stadt wieder umfassender im sozialen und psychischen Sinne werden.
Das liegt an der bewusstseinsmäßigen Entwicklung der Gesellschaft. In den 80er Jahren gab es noch einen ganzheitlich orientierten Bevölkerungsteil, der genügend engagierte Interessenten für eine entsprechende neue Lebensform zur Verfügung stellte. Spätestens Ende der 80er Jahre wurde dieser Personenkreis immer geringer, so dass es seit dieser Zeit der ökologische Städtebau keine ganzen Quartiere mehr im Auge hatte, sondern nur noch Gemeinschaftsgründungen entstanden, welche ihre Mitglieder überregional zusammen sammelten. Für ökologisch nachbarschaftliche Siedlungen aus der lokalen Bevölkerung gab es seither keine Chancen mehr. Es wird sicher noch 10 Jahre dauern, bis die Gesellschaft in ein neues gemeinschaftliches Bewusstsein hinein wächst und so wieder an den Ideen der 70er und 80er Jahre anknüpfen kann.
Das bedeutet für eine Webseite wie diese, dass dem Aufbau eines neuen Bewusstseins größere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Natürlich sollten da und dort auch ganzheitliche ökologische Siedlungen entstehen. Heute würden ja die Stadtparlamente nichts gegen solche Siedlungen haben, aber die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat sich ganz auf das individuelle Wohlergehen zurück gezogen und hat kein Verhältnis zur Gemeinschaftlichkeit oder Nachbarschaftlichkeit. Es gibt heute zwar gelegentlich neue Gemeinschaftsprojekte oder Mehrgenerationernhäuser, aber ich kenne keines, das eine ganzheitliche Ausrichtung auch im Sinne von Stadtbaukunst hätte. Man hat zwar in einigen Forschungsbereichen erkannt, dass es in Zukunft um das Quartier gehen müsste, aber es scheinen hier noch keine nennenswerten Projekte angelaufen zu sein.
Zum Schluss noch ein Wort zur graphischen Gestaltung der Webseite. Ich weiche einerseits vom heutigen Standard einer Webseite deutlich ab, arbeite aber auch mit klassischen graphischen und farblichen Elementen. Auch meine Architektur ist in manchen Aspekten anders als die übliche Architektur, hat aber auch Elemente, die konventionell wirken. Das hat zur Folge, dass ich den Modernisten nicht einseitig genug modernistisch bin, den Konservativen auber auch nicht einseitig konservativ genug. Diese Eigenständigkeit erzeugt manche Kritik. Moderne Architekten konzentrieren sich auf die Reduktion, also auf kleine Schrift und reine Schwarz-weiß-graphik. Designer würden sich vielleicht mehr um heutige Moden kümmern. Das liegt mir, wie gesagt, nicht. Ich suche eine farbige, heitere, emotionale Welt, wobei meine Bemühung um Sachlichkeit in der einfachen und deutlicher Darstellung ohne Allgemeinplätze zum Ausdruck kommen soll. Im Grün wird meine Naturnähe deutlich, im Orange die Emotionalität. Blau und Violett stehen eher für Tiefe z. B. für Tiefenpsychologie. Das Gelb, das Rationalität und Einsicht ausdrücken könnte, kommt bei mir etwas zu kurz. Mit den Farben kann man natürlich nicht alles ausdrücken, aber ich habe mir schon gestaltpsychologische Gedanken gemacht. Ich hoffe , dass der Leser spontan etwas Ähnliches, wie ich es beabsichtigt habe, aufnimmt. Ich bin aber gerne bereit, mit jedem über die Gestaltung der Webseite zu diskutieren.
Wenn Sie Vorschläge zur Gestaltung dieser Seite haben, oder Informationen zu bestehenden oder geplanten Landschafssiedlungen benötigen, wenden sie sich an:Theodor.Henzler@Landschaftssiedlung.com